Axopar AX/E 25
Axopar · Elektrisch · premium
Ab € 234.000
Als größeres der beiden vollelektrischen AX/E-Modelle von Axopar stützt sich die AX/E 25 auf den bekannten, zweifach gestuften V-Rumpf der Marke. Für den Vortrieb sorgt ein einziger Außenborder von Evoy Storm, der mit 225 kW Dauerleistung und 450 kW Spitzenleistung aufwartet und seinen Strom aus zwei Kreisel-Batterien mit jeweils 63 kWh bezieht – damit sind Geschwindigkeiten über 50 Knoten erreichbar, ergänzt um die Option des DC-Schnellladens. Wer das Boot bestellt, entscheidet sich entweder für die offene Cross-Bow-Variante oder für die windgeschützte Cross-Top-Ausführung.
Technische Daten
- Länge
- 7.6 m
- Breite
- 2.23 m
- Tiefgang
- 0.85 m
- Batterie
- 126 kWh
- Motorleistung
- 225 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 50 Knoten
- Reichweite
- 60 nm
Antriebsvarianten
Evoy Storm
- Leistung
- 225 kW
- Batterie
- 126 kWh · Kreisel
- Höchstgeschwindigkeit
- 50 kn
- Reichweite
- 60 nm
- Preis
- € 234.000
Nennleistung 225 kW / Spitzenleistung 450 kW. Erhältlich in den Varianten Cross Bow und Cross Top; die Cross Top startet etwas höher bei 234.000 €.
Was Käufer wissen sollten
Zahlen mit Tücken beim Lesen
Zwei Kreisel-Batterien zu je 63 kWh ergeben in der AX/E 25 zusammen 126 kWh, gepaart mit einem einzelnen Evoy-Storm-Außenborder, den Evoy selbst mit 225 kW Dauerleistung und 450 kW Spitzenleistung beziffert (Axopar wiederum bewirbt denselben Motor mit „über 300 PS, Spitze 600 PS"). Jenseits von 50 Knoten liegt die Höchstgeschwindigkeit, wobei die beiden kursierenden Leistungsangaben jeweils ein Extrem der Gasregelung abbilden: Axopars eigene Reichweitenwerte sprechen von mehr als 60 Seemeilen beziehungsweise bis zu zwölf Stunden bei 5 Knoten, wohingegen ein Betrieb nahe der Dauerleistung den Akku schon in rund einer halben Stunde erschöpfen würde. Das ist weniger als Schwäche zu werten denn als Wesenszug dieses Bootstyps: ein flottes Tagesboot mit üppiger Reserve im Langsamfahrmodus. Für zügiges Fahren entlang der Küste fehlt bei diesem Modell eine offizielle Reichweitenangabe – Interessenten, die regelmäßig schnelle Etappen planen, tun gut daran, sich einen Wert für die gewünschte Geschwindigkeit bestätigen zu lassen.
Ladezeiten wie beim kleinen Geschwister
An einer Schnellladesäule mit 120 kW oder 150 kW wandert der Akku in 50 bis 60 Minuten von 10 % auf 80 %; eine vollständige Ladung nimmt bei 120 kW etwa 1 Stunde 20 Minuten in Anspruch, bei 150 kW rund 1 Stunde 10 Minuten – ein nahezu identisches Zeitfenster wie bei der AX/E 22, obwohl hier doppelt so viel Batteriekapazität steckt. Auch das Laden an einer gewöhnlichen 230-V-Steckdose im Yachthafen ist laut Axopar möglich, konkrete Zeiten dafür nennt der Hersteller allerdings nicht; bei 126 kWh an Bord liegt eine Übernachtladung nahe, wobei sich ein genauer Wert für den eigenen Landstromanschluss vor dem Kauf erfragen lässt.
Zwei Varianten, eine Kabine
Sowohl Cross Bow als auch Cross Top basieren auf dem zweifach gestuften V-Rumpf der klassischen Axopar-25-Reihe: Die offene Cross Bow bietet ein verlängertes Vordeck, ideal zum Sonnenbaden und für Wassersport, während die Cross Top mit einem T-Top Schutz bei längeren Ausfahrten oder unbeständigem Wetter bietet – ein Umstand, der auch auf österreichischen Seen bei wechselhaftem Alpenwetter von Vorteil sein kann. Die Cuddy-Kabine erlaubt Übernachtungen, ohne sie wirklich komfortabel zu machen – im Kern bleibt es ein Tagesboot mit gelegentlichen Ambitionen fürs Wochenende, kein echter Kreuzer.
Auszeichnungen, die sich nachvollziehen lassen
2023 sicherte sich die AX/E 25 den Gustave-Trouvé-Award in der Kategorie Production Electric Boats bis 8 m/26 ft, stand im gleichen Jahr als Finalistin bei den Best of Boats Awards und ist für den European Powerboat of the Year 2025 nominiert – drei voneinander unabhängige Jurys, drei dokumentierte Ergebnisse, was in diesem Marktsegment an Transparenz kaum zu überbieten ist.
Preisangabe direkt vom Werk
Im Unterschied zur AX/E 22, deren Preis sich nur über Händler erschließt, gibt Axopar für die AX/E 25 einen Einstiegspreis an: 234 000 € mit Stand Oktober 2026 (Anfang 2026 war die Cross Bow noch ab 229 000 € gelistet, die Cross Top ab 234 000 €; der Wert sollte also eher als Momentaufnahme denn als dauerhaft fix verstanden werden). Angaben zu Gewicht, Passagieranzahl und CE-Kategorie fehlen bei diesem Modell ebenso wie bei der restlichen AX/E-Baureihe. Der Preisabstand zu einer vergleichbaren benzinbetriebenen Axopar 25 bleibt deutlich spürbar und lässt sich am ehesten fair einschätzen, wenn man die eigenen jährlichen Kraftstoff- und Wartungskosten dagegenrechnet.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.


