Super Air Nautique GS22E
Nautique · Elektrisch · premium
Ab € 288.000
Bei der Super Air Nautique GS22E handelt es sich um das batterieelektrische Pendant zum bewährten Benzin-Wakesurfboot GS22, wobei gegenüber der Verbrennerversion ein Aufpreis von rund 140.000 US-Dollar zu Buche schlägt. Übernommen wurden dabei zentrale Ausstattungsmerkmale wie der hydraulisch einklappbare Wake-Tower sowie die verstellbare Gleitfläche, die sich je nach Wunsch für Ski-, Wakeboard- oder Wakesurf-Einsatz konfigurieren lässt. Eine volle Akkuladung reicht für etwa drei Stunden Fahrt. Der Gesamtpreis, umgerechnet aus 312.952 US-Dollar, ergibt sich aus diesem Aufschlag auf das Ausgangsmodell.
Technische Daten
- Länge
- 6.7 m
- Batterie
- 124 kWh
- Motorleistung
- 220 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 37.5 Knoten
Antriebsvarianten
Motor-/Batteriedaten nicht veröffentlicht
- Leistung
- 220 kW
- Batterie
- 124 kWh
- Höchstgeschwindigkeit
- 37.5 kn
- Preis
- € 288.000
Rund 140.000 $ Aufpreis gegenüber dem benzinbetriebenen Super Air Nautique GS22, auf dem das Modell basiert.
Was Käufer wissen sollten
Ein Elektroboot mit ungewöhnlich transparenten Datenblättern
Dass ausgerechnet Nautique, ein Haus mit tiefen Wurzeln im Verbrennermotorenbau, mit der GS22E ein derart überzeugendes Elektroboot vorlegt, liegt vor allem daran, dass hier nichts neu erfunden werden musste: Rumpfform, der hydraulisch klappbare Tower und die umschaltbare Gleitfläche für Ski-, Wakeboard- und Surfmodus stammen unverändert vom bewährten Benziner GS22. Nur der Antrieb ist neu – entwickelt in Zusammenarbeit mit einem auf maritime Elektromobilität spezialisierten Partner, nicht als hastige Bastellösung. Bemerkenswert ist zudem, wie offen die technischen Eckdaten kommuniziert werden: 124 kWh Batteriekapazität, 220 kW Motorleistung und eine typische Wassersportdauer von rund drei Stunden pro Ladung. Dass all diese Werte überhaupt genannt werden, ist in diesem Marktsegment alles andere als selbstverständlich. Geladen wird per CCS – demselben Stecksystem, das auch bei Elektroautos zum Einsatz kommt – was überall dort praktisch ist, wo bereits eine entsprechende Ladesäule am Steg oder Parkplatz vorhanden ist.
Der europäische Haken liegt beim Preis
Umgerechnet rund 288.000 € kostet die GS22E – abgeleitet von einem US-Listenpreis von 312.952 US-Dollar, wobei sich dieser in den Vereinigten Staaten mittlerweile verändert hat. Gegenüber der benzinbetriebenen GS22 bedeutet das einen Aufpreis, der beinahe sechsstellig ausfällt. Wirtschaftlich sinnvoll wird dieser Mehrpreis eigentlich nur dort, wo Motorleistungsbeschränkungen oder strenge Lärmauflagen gelten – etwa auf manchen österreichischen Seen –, wo ein leises Elektro-Zugboot Reviere öffnet, die mit einem klassischen Verbrenner verschlossen blieben.
Wer in Europa kauft, sollte zusätzlich Einfuhrabgaben, Mehrwertsteuer und das noch dünn ausgebaute Nautique-Servicenetz außerhalb der USA einplanen. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit von 37,5 Knoten spielt dabei kaum eine Rolle – entscheidend ist allein, wie lange sich das Boot pro Ladung sinnvoll nutzen lässt.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.


