Arc Sport
ARC Boats · Elektrisch · luxury
Ab € 240.000
Als sportliches Gegenstück zur Arc One bildet dieses Modell eine eigene Linie innerhalb von Arcs vollelektrischer Bootsfamilie und ist ganz auf Wakeboarden und Wellenreiten ausgelegt. Der Antrieb leistet 500 bis 570 PS, umgerechnet rund 373 bis 425 kW, gespeist aus einem Lithium-Ionen-Akku mit etwa 225 bis 226 kWh Kapazität – das entspricht ungefähr dem Dreifachen dessen, was ein Tesla Model Y an Bord hat. Ein computergesteuerter Wasserballast arbeitet mit verstellbaren Trimmklappen zusammen, wodurch sich Höhe, Länge und Steilheit der erzeugten Heckwelle gezielt auf Wakeboarding oder Surfen abstimmen lassen. Der Einstiegspreis liegt, aus US-Dollar umgerechnet, bei 258.000 US-Dollar.
Technische Daten
- Länge
- 7.01 m
- Batterie
- 225.5 kWh
- Motorleistung
- 410 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 35 Knoten
Antriebsvarianten
Arc
- Leistung
- 410 kW
- Batterie
- 225.5 kWh
- Höchstgeschwindigkeit
- 35 kn
- Preis
- € 240.000
Hauseigener, von Arc entwickelter Motor/Batterie. Motor je nach Quelle mit 500–570 PS (~373–425 kW) angegeben; Batterie 225–226 kWh. Wellenformendes Ballast-/Trimmklappensystem für Wakeboarding und Surfen.
Was Käufer wissen sollten
Ein Spezialgerät mit klarem Einsatzzweck
Beim Wakesurfen zeigt sich einer der seltenen Fälle, in denen Elektroantrieb nicht aus Überzeugung, sondern aus reiner Zweckmäßigkeit die bessere Wahl ist: Wer hinter einem benzinbetriebenen Wakeboot surft, hängt direkt in der Abgaswolke, und genau dieses Problem löst sich elektrisch von selbst. Der 225,5-kWh-Akku der ARC Boats Arc Sport – etwa dreimal so groß wie eine kräftige Autobatterie – sowie der 410-kW-Motor sind exakt auf diese Aufgabe zugeschnitten. Dass Ballast und Klappen computergesteuert arbeiten, ergibt Sinn, denn ohne Motorengeräusch als akustische Orientierung braucht es eine andere Methode, um die Welle präzise zu formen.
Der wunde Punkt: Surfsessions fressen enorm viel Energie. Weder Laufzeit noch Reichweite werden von Arc offiziell genannt, und genau dieser fehlende Wert wäre für Kaufinteressierte am wichtigsten. Ein Akku mit imposanter Zahl kann sich bei vollem Ballasteinsatz binnen wenigen Stunden Surfens erschöpfen – von einem ganzen Wochenende ganz zu schweigen. Wer sich für dieses Boot interessiert, sollte auf einer schriftlichen, verbindlichen Angabe zur Laufzeit unter voller Surflast bestehen, egal ob am Attersee, am Wörthersee oder anderswo.
Aus Sicht eines Käufers hierzulande
Hier fällt die Empfehlung schwerer. Die kolportierten 240.000 Euro leiten sich aus dem US-Preis von 258.000 US-Dollar ab, der zudem ein reiner Inlandspreis für den amerikanischen Markt ist: Transport, Zoll und Mehrwertsteuer treiben die Summe für Käufer in Österreich oder im restlichen Europa merklich in die Höhe. Auch das Netz aus Händlern und Servicestellen ist auf die USA zugeschnitten, und wer die 225 kWh über Nacht vollladen möchte, benötigt einen Landstromanschluss, wie ihn nur wenige Marinas an heimischen Gewässern bereitstellen. Als direkter Mitbewerber gilt das elektrische Wakeboot von Nautique, während Benzinmodelle von Malibu oder MasterCraft ungefähr die Hälfte kosten. Im Grunde bleibt die Arc Sport ein Boot, das für das amerikanische Ferienhaus am See mit privatem Bootssteg gedacht ist.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.


