Zodiac 450 e-jet
Zodiac Nautic · Elektrisch · premium
Ab € 140.800
Beim 450 e-jet handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes Jet-RIB aus dem Haus Zodiac Nautic, das vor allem als Beiboot für große Yachten konzipiert wurde. Angetrieben wird ein Wasserjet von einem 50-kW-Aggregat des Typs Torqeedo Deep Blue, dessen 40-kWh-Akku auf Technik aus dem BMW i3 zurückgeht. Neben dem klassischen Sortiment an Schlauchbooten und RIBs mit Verbrennungsmotor arbeitet Zodiac außerdem an der eOpen-Baureihe – kleineren, preislich zugänglicheren Elektro-RIBs mit 3,1 bis 3,4 Metern Länge, die ab rund 25.200 € zu haben sind.
Technische Daten
- Länge
- 4.5 m
- Batterie
- 40 kWh
- Motorleistung
- 50 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 30 Knoten
- Reichweite
- 36 nm
Antriebsvarianten
Torqeedo Deep Blue
- Leistung
- 50 kW
- Batterie
- 40 kWh · BMW i3-derived
- Höchstgeschwindigkeit
- 30 kn
- Reichweite
- 36 nm
- Preis
- € 140.800
Treibt einen Wasserstrahlantrieb statt einer Schraube an; richtet sich vor allem an den Markt für Superyacht-Tenderboote.
Was Käufer wissen sollten
Erst ein Platz in der Bootsgarage, dann erst ein Boot
Wie bringt man einen Tender an eine ruhige Bucht, ohne dort mit Lärm und Abgasen aufzufallen? Genau darauf liefert das 450 e-jet eine überzeugende Antwort. Seine 4,5 Meter Länge sind exakt auf gängige Tendergaragen an Bord großer Yachten zugeschnitten, und mit dem Wasserjet fällt der frei liegende Propeller weg – eine kluge Wahl dort, wo Badende im Wasser sind oder am Strand angelandet werden soll. Genau dafür wurde dieses Boot offenbar überhaupt gebaut. Bei Antrieb und Energiespeicher setzt Zodiac bewusst auf Bewährtes statt auf Experimente: Der Torqeedo Deep Blue mit 50 kW Leistung und das aus dem BMW i3 abgeleitete 40-kWh-Batteriepaket sind Komponenten, die sich in der Praxis bereits bewährt haben und sich leicht warten lassen – wichtig für ein Boot, das oft weit weg von seiner Werft unterwegs ist.
Der Haken liegt in der Effizienz. Ein Jetantrieb schluckt bei geringem bis mittlerem Tempo mehr Energie als eine Schraube, und 40 kWh sind ohnehin kein großer Vorrat. Die genannten 36 Seemeilen Reichweite dürften daher für gemütliches Fahren gelten, nicht für die Höchstgeschwindigkeit von 30 Knoten. Wer mit diesem Boot plant, sollte eher in kurzen Pendelfahrten mit Ladepausen dazwischen denken – etwa auch auf einem der österreichischen Seen, wo kurze Strecken ohnehin die Regel sind.
Werftphilosophie und Preisfrage
140.800 € für ein RIB von 4,5 Metern Länge wirken im Vergleich zu jedem benzinbetriebenen Zodiac-Modell zunächst happig. Nachvollziehbar wird diese Summe erst im Kontext eines Yachtprogramms, wo die passende Garagengröße und Vorschriften zu Emissionen den Aufpreis rechtfertigen. Wer privat kauft, sollte wissen, dass Zodiac selbst eine günstigere elektrische Alternative anbietet: Die eOpen-Reihe, die schon ab etwa 25.200 € beginnt, ist das eigentliche Volumenmodell der Marke im Elektrobereich. Ebenso lohnt der Blick aufs große Ganze: Zodiac bleibt in erster Linie eine Werft für Verbrennerboote. Der überwiegende Teil des Angebots läuft weiterhin mit Benzin, während Elektroantriebe bislang nur eine Nische im Gesamtprogramm darstellen.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.
Preise & Nominierungen
- 2020PreisträgerQuelle
Gustave Trouvé Awards
Electric Boats Under 8m · Plugboats

